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Steak richtig braten

Ein Steak richtig zu braten benötigt etwas Uebung. Ich wende immer folgendes einfaches Prinzip an. Das Steak wird nur einmal gewendet und zwar genau dann wenn etwas Saft/Blut herausquirlt. Wenn auf der anderen Seite wieder etwas Saft herausquirlt, ist es bereit. Das Resultat ist ein Medium-Well-done Steak. Wenn das Fleisch sehr dick ist, brate ich die erste Seite bis es leicht nach verbrannt riecht. Achtung dazu muss man sehr aufmerksam sein.

Was das würzen anbelangt, benutze ich nur Salz und Pfeffer und bestes Olivenöl. Dabei wird das Steak vor dem Braten auf beiden Seiten gesalzen und gepfeffert. Gebraten wird ohne Oel oder Butter. Erst am Schluss tropfe ich ein paar Tropfen Olivenöl übers Fleisch. Manchmal wuerze ich zusätzlich mit Knoblauch oder Salbei.

Es heisst Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit und wenn man es vor dem braten salzt wird es trocken. Tendenziell stimmt das sicher, aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich salze zum Beispiel immer am Anfang und es klappt gut.

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Sizilianische Carbonara

Die Römer behaupten die Carbonara sei römisch. Der Name kommt davon, dass sie mit soviel Pfeffer gewürzt ist, dass sie schwarz wie Kohle (italienisch „carbone“) ist. Ganz ehrlich gesagt ist der Ursprung des Namens nicht genau geklärt. Am besten schaut ihr euch hier um. Uebrigens, die Zugabe von Rahm/Sahne in die Carbonara hat herzlich wenig mit dem Originalrezept zu tun.

In diesem Rezept stelle ich die Sizilianische Carbonara vor. Die Zutaten weichen etwas von der römischen Carbonara ab:

Für 2 Personen:

  • Spaghetti
  • 100g geräucherter Speck
  • 3 Eigelb
  • Halbes Glas Parmiggiano Reggiano
  • Halbes Glas Milch
  • Pfeffer

Zuerst: Spaghetti machen und Eigelb, mit Parmiggiano Reggiano und Milch vermischen.

Nachher: Kurz bevor die Spaghetti fertig sind, Speck anbraten.

Zum Schluss: Bei starker Hitze zuerst vorbereitete Mixtur dem Speck hinzufügen, zweimal rühren und sofort fertige Spaghetti hinzufügen. Alles gut verrüren und etwas anbraten und mit Pfeffer würzen.

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Pasta alla Gricia

(Achtung scharf!)

„Pasta alla gricia“ ist ein typisches römisches Gericht. Es wird auch „matriciana bianca“ genannt, weil es im Prinzip wie „pasta alla matriciana“ ohne Tomaten zubereitet wird.

Hauptzutat ist die Schweinsbacke. Das ist sehr typisch für ein römisches Gericht. Diese enthalten nämlich normalerweise das billige Schweinefleisch wie Schweinsbacke, Schweineschwanz und Schweinedarm.

Zubereitung

Pasta „al dente“ kochen.

Kurz bevor die Pasta durch ist, die Schweinsbacke und Chilischote klein geschnitten mit wenig Öl in einer Pfanne braten.

Fertige Pasta in die Pfanne geben. Alles gut durchmischen und zum Schluss viel Pecorino Romano und Pfeffer drauf.

Bemerkungen

Die Schweinsbacke ist sehr fettig. Das Öl braucht es trotzdem, um den Geschmack aufzunehmen und über die ganze Pasta zu verteilen.

Schweinsbacke, Pecorino Romano und Pfeffer sind die Hauptzutaten. Jegliche Variationen sind nicht erlaubt. Sonst ist es keine Gricia mehr.

Salz braucht es nur fuer das Pastawasser, denn der Pecorino Romano ist schon salzig genug.

Scharf würzen und mit Lambrusco begleiten… göttlich 🙂

Einfaches Rösti

Rösti machen ist für den Anfänger gar nicht so einfach. Ich hatte jedenfalls Mühe mithilfe verschiedener Rezepte ein gutes Rösti zu machen. Viel Ueben war notwendig bis ich mein erstes gutes Rösti gemacht habe. Meine Erfahrung möchte ich hier mitteilen.

Zuerst stellt sich die Frage ob man das Rösti mit rohen oder gekochten Kartoffeln machen will. Es heisst die Berner benutzen gekochte Kartoffeln und die Zürcher rohe Kartoffeln. Ich habe rohe Kartoffeln benutzt. Erstens ist es weniger aufwendig. Zweitens ist es wahrscheinlich schwieriger 🙂 .

Die verwendeten Kartoffeln sind sehr wichtig. Ein Freund von mir empfiehlt Desiree oder Charlotte.

Vorgehen:

Zuerst geschälte Kartoffeln grob raspeln.

Butter in Pfanne erhitzen. Geraspelte Kartoffeln hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Rösti in der Pfanne 20min braten. Dabei mehrmals wenden.

Wichtige Tipps:

  • Das absolute Rezept gibt es nicht. Je nach Kartoffelart, Menge und Hitze muessen die Bratzeit und Bratintensität variiert werden. Ich empfehle den Bratvorgang aufmerksam zu verfolgen, damit das Rezept angepasst werden kann.
  • Ein dünnes Rösti machen, sonst kocht es im inneren schlecht.
  • Man kann das Rösti am Anfang etwas zudecken. Ich habe schlechte Erfahrung damit gemacht. Das Rösti wurde nicht mehr so knackig, deshalb lasse ich es von Anfang an unbedeckt.
  • Tiefe Hitze und langsam anbraten.