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Pasta e bietole

Dieses Rezept kommt aus Apuglien. Dort wird neben viel Fisch auch viel Pasta mit Gemüse gekocht genau wie dieses Rezept. Ich habe es exklusiv aus erster Hand erhalten und möchte es mit euch teilen.

Zutaten:

  • Pasta
  • Bietole (Mangold auf Deutsch, wie auf dem Bild)
  • Tomaten oder Pelati
  • Knoblauch, Peperoncino und Olivenöl

Vorbereitung:

Bietole waschen und Stilendstück wegschneiden. Lieber zuwenig als zuviel wegschneiden, denn der Stil wird nach dem Kochen schön weich. Tomaten oder Pelati klein schneiden. Knoblauch und Peperoncino klein schneiden.

Vorgehen

Eins: Wasser mit Salz aufkochen. Bietole reintun. Sobald das Wasser wieder kocht Pasta hinzufügen. Zusammen kochen bis es stark al dente ist. Dann kommt es nämlich in die Bratpfanne.

Zwei: Olivenöl erhitzen. Wenn es heiss ist Knoblauch und Peperoncino drin braten. Achtung Knoablauch nicht verbrennen und rechtzeitig Tomaten hinzufügen. Die Bratzeit der Tomaten hängt davon ab ob man frische Tomaten oder Pelati nimmt. Frische Tomaten sind besser wenn nur kurz angebraten. Pelati dagegen lässt man besser länger braten.

Drei: Pasta mit Bietole ins Sieb und nachher in die Bratpfanne tun. Alles schön mischen und etwas braten, etwa bis kein Wasser mehr in der Pfanne ist.

Sommerrezept: Pasta mit frischen Tomaten

Dieses Rezept ist sehr erfrischend und eignet sich sehr gut für einen heissen Sommertag. Die Zutaten sind:

  • Pasta
  • Frische Tomaten
  • Harte Ricotta (Wichtig: normale Ricotta funktioniert nicht)
  • Frischer Basilikum

Die Zubereitung ist sehr einfach. Zuerst di Pasta kochen. Tomaten schneiden, mit geraspelter Ricotta mischen und mit einer Gabel zerstampfen. Zum Schluss alles mischen.

Pasta alla Gricia

(Achtung scharf!)

„Pasta alla gricia“ ist ein typisches römisches Gericht. Es wird auch „matriciana bianca“ genannt, weil es im Prinzip wie „pasta alla matriciana“ ohne Tomaten zubereitet wird.

Hauptzutat ist die Schweinsbacke. Das ist sehr typisch für ein römisches Gericht. Diese enthalten nämlich normalerweise das billige Schweinefleisch wie Schweinsbacke, Schweineschwanz und Schweinedarm.

Zubereitung

Pasta „al dente“ kochen.

Kurz bevor die Pasta durch ist, die Schweinsbacke und Chilischote klein geschnitten mit wenig Öl in einer Pfanne braten.

Fertige Pasta in die Pfanne geben. Alles gut durchmischen und zum Schluss viel Pecorino Romano und Pfeffer drauf.

Bemerkungen

Die Schweinsbacke ist sehr fettig. Das Öl braucht es trotzdem, um den Geschmack aufzunehmen und über die ganze Pasta zu verteilen.

Schweinsbacke, Pecorino Romano und Pfeffer sind die Hauptzutaten. Jegliche Variationen sind nicht erlaubt. Sonst ist es keine Gricia mehr.

Salz braucht es nur fuer das Pastawasser, denn der Pecorino Romano ist schon salzig genug.

Scharf würzen und mit Lambrusco begleiten… göttlich 🙂

Essen ist in Italien Thema Nummer eins

In Italien ist essen sehr wichtig. Neben Fussball und Frauen ist es Gesprächsthema Nummer eins. Die zentrale Frage lautet immer, was hast du gegessen? Ich werde nie den Argentinier vergessen der mir gesagt hat, Italiener würden immer übers essen reden.

Was ich eigentlich erzählen will, ist dass eine Mahlzeit in Italien stark strukturiert ist. Fast wie ein Ritual durchläuft man die folgenden Etappen: Antipasto, Primo, Secondo, Insalata, Frutta, Caffe und Digestivo.

Antipasto ist die Vorspeise. Die kann sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel Backwaren, rohes Gemüse oder eine Suppe.

Die Unterscheidung zwischen Primo und Secondo für das eigentliche Hauptgericht ist extrem typisch. Primo sind immer Pasta. Ausnahmsweise kann die Pasta durch Risotto ersetzt werden. Secondo ist entweder Fleisch oder Fisch. Primo und Secondo ist nicht die Unterscheidung für ein Mehrgängis Festmenu. Vielmehr ist es üblich immer, also auch in der Mensa, ein kleiner Primo und ein Secondo zu essen. Natürlich kann man auch einmal nur das eine oder das andere nehmen. Die Ausnahme bildet die Pizza. Sie ist weder Primo noch Secondo.

Nach den Hauptgängen wird zuerst Salat gegessen und nachher Früchte. Salat dient nie als Vorspeise.

Zum Schluss, normalerweise lässt man zuerst etwas Zeit verstreichen, wird der Kaffe genommen. Freiwillig sind die Digestivi. Das sind zum Beispiel Limoncello, Grappa und je nach Region der typische Schnaps. In Reggio Emilia wäre dies der Nocino.