Archiv der Kategorie: Rezept

Steak richtig braten

Ein Steak richtig zu braten benötigt etwas Uebung. Ich wende immer folgendes einfaches Prinzip an. Das Steak wird nur einmal gewendet und zwar genau dann wenn etwas Saft/Blut herausquirlt. Wenn auf der anderen Seite wieder etwas Saft herausquirlt, ist es bereit. Das Resultat ist ein Medium-Well-done Steak. Wenn das Fleisch sehr dick ist, brate ich die erste Seite bis es leicht nach verbrannt riecht. Achtung dazu muss man sehr aufmerksam sein.

Was das würzen anbelangt, benutze ich nur Salz und Pfeffer und bestes Olivenöl. Dabei wird das Steak vor dem Braten auf beiden Seiten gesalzen und gepfeffert. Gebraten wird ohne Oel oder Butter. Erst am Schluss tropfe ich ein paar Tropfen Olivenöl übers Fleisch. Manchmal wuerze ich zusätzlich mit Knoblauch oder Salbei.

Es heisst Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit und wenn man es vor dem braten salzt wird es trocken. Tendenziell stimmt das sicher, aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich salze zum Beispiel immer am Anfang und es klappt gut.

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Die Wahrheit über Spaghetti Bolognese

Spaghetti Bolognese gibt es in Italien gar nicht!!! Es gibt die Sauce Bolognese. Diese heisst Ragu Bolognese und wird nie mit Spaghetti gegessen, sondern mit Tagliatelle oder mit Lasagne.

Die klassischen Zutaten vom Ragu Bolognese sind Hackfleisch, etwas Tomatenkonzentrat, Karotten, Zwiebeln und Sellerie. Im Internet habe ich folgendes Originalrezept gefunden. Es sei 1982 von der Italienischen Küchenakademie sozusagen patentiert worden.

Zutaten

  • 300 g di polpa di manzo (la cartella che è la parte che divide i polmoni dalle costole)
  • 100 g di pancetta di maiale dolce
  • mezzo bicchiere di vino rosso (sangiovese secco)
  • un bicchiere di brodo di carne
  • 5 cucchiai di salsa di pomodoro (triplo o doppio concentrato)
  • 1 cipolla, 1 carota gialla ed 1 costa di sedano, (50 g l’uno, interi)
  • un cucchiaio di panna da affioramento

Zubereitung

  1. Far soffriggere il trito di pancetta e verdure; aggiungere poi la carne di manzo tritata e, dopo una abbondante rosolatura, versare mezzo bicchiere di vino rosso (sangiovese) secco.
  2. Ad evaporazione del vino terminata aggiungere la salsa di pomodoro, sale e pepe a piacere, un bicchiere di brodo di carne e continuare la cottura a fuoco basso per un paio d’ore, aggiungendo la panna.
  • Variante moderna: sostituire cartella e pancetta, con carne di manzo più magra e di maiale (ad esempio salsiccia fresca), la panna con un paio di cucchiai di latte e soffrigendo carne e verdure in due cucchiai di olio extravergine di oliva.

Ich muss zugeben ich habe das Rezept selber nicht ausprobiert. Würde mich freuen wenn es jemand ausprobiert und ein Feedback schreibt. Wenn jemand die deutsche Uebersetzung im Kommentar hinzufügen kann, wäre es auch toll.

Pasta e Fagioli

Pasta e fagioli rockt! Normalerweise muss ich ein Rezept mehrmals ausprobieren bis es gut gelingt und ich einen Blogbeitrag schreiben kann. Dieses mal hat es sofort unglaublich gut geschmeckt, weil es ein sehr einfaches Rezept ist.

Zutaten 1 Person:

  • 2 Handvoll Bohnen
  • Fingerdick Spaghetti
  • Halbe Zwiebel
  • Salbei
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung:

Bohnen am Tag vorher in lauwarmes wenig gesalzenes Wasser einlegen, damit sie weich werden. Wichtig, die Bohnen saugen viel Wasser auf, also muss man eine grosse Schüssel mit viel Wasser füllen.

Eins:

Bohnen zusammen mit der halben Zwiebel und wenig Salbei eine Stunde (bis die Bohnen durch sind) in frischem Wasser kochen lassen. Nicht das gleiche Wasser verwenden in dem sie eingeweicht worden sind. Zuerst nur wenig Salbei hinzufügen und nach abschmecken gegebenenfalls mehr ergänzen. Gelegentlich umrühren und Wasser hinzufügen. Achtung die Bohnen saugen immer noch viel Wasser auf.

Zwei:

Salzen und pfeffern. Spaghetti kurz brechen und hinzufügen. Kein Wasser mehr ergänzen, ausser es ist notwendig. Das ganze kochen bis die Spaghetti durch sind (10min). Am Schluss ganz wenig Olivenöl in den Teller.

Uebrigens, ich erinnere mich, dass Pasta e Faggioli das Lieblingsgericht von Bud Spencer und Terence Hill in ihren Italo-Western ist 🙂

Pasta e bietole

Dieses Rezept kommt aus Apuglien. Dort wird neben viel Fisch auch viel Pasta mit Gemüse gekocht genau wie dieses Rezept. Ich habe es exklusiv aus erster Hand erhalten und möchte es mit euch teilen.

Zutaten:

  • Pasta
  • Bietole (Mangold auf Deutsch, wie auf dem Bild)
  • Tomaten oder Pelati
  • Knoblauch, Peperoncino und Olivenöl

Vorbereitung:

Bietole waschen und Stilendstück wegschneiden. Lieber zuwenig als zuviel wegschneiden, denn der Stil wird nach dem Kochen schön weich. Tomaten oder Pelati klein schneiden. Knoblauch und Peperoncino klein schneiden.

Vorgehen

Eins: Wasser mit Salz aufkochen. Bietole reintun. Sobald das Wasser wieder kocht Pasta hinzufügen. Zusammen kochen bis es stark al dente ist. Dann kommt es nämlich in die Bratpfanne.

Zwei: Olivenöl erhitzen. Wenn es heiss ist Knoblauch und Peperoncino drin braten. Achtung Knoablauch nicht verbrennen und rechtzeitig Tomaten hinzufügen. Die Bratzeit der Tomaten hängt davon ab ob man frische Tomaten oder Pelati nimmt. Frische Tomaten sind besser wenn nur kurz angebraten. Pelati dagegen lässt man besser länger braten.

Drei: Pasta mit Bietole ins Sieb und nachher in die Bratpfanne tun. Alles schön mischen und etwas braten, etwa bis kein Wasser mehr in der Pfanne ist.

Sommerrezept: Pasta mit frischen Tomaten

Dieses Rezept ist sehr erfrischend und eignet sich sehr gut für einen heissen Sommertag. Die Zutaten sind:

  • Pasta
  • Frische Tomaten
  • Harte Ricotta (Wichtig: normale Ricotta funktioniert nicht)
  • Frischer Basilikum

Die Zubereitung ist sehr einfach. Zuerst di Pasta kochen. Tomaten schneiden, mit geraspelter Ricotta mischen und mit einer Gabel zerstampfen. Zum Schluss alles mischen.

Cordon Bleu

Cordon Bleu macht man am besten selber. Dann weiss man auch was drin ist. Ich mache in der Regel ein Rezept von einem Freund (siehe weiter unten). Ich wollte es genau wissen und habe etwas gegoogelt und gemerkt, dass es etliche Varianten Cordon Bleu gibt. In Italien zum Beispiel wird es mit Pouletfleisch gemacht, in der Schweiz dagegen mit Rindsfleisch. Das Originalrezept stammt gemäss Wikipedia vermutlich aus der Schweiz.

Meine Variante besteht aus Rindsfleisch mit rezentem Gruyere. Achtung manche Metzger machen das Fleisch gerne Platt und meinen es sei zarter. Darüber habe ich schon unterschiedliche Meinungen gehört. Ich persönlich sehe nicht gerne wie das Fleisch misshandelt wird und bevorzuge es unbehandelt. Was den Schinken angeht, bevorzuge ich dezenten Schinken, der nicht stark in den Vordergrund rückt. Wer im Supermarkt einkauft, wird sowieso nur dezenten Schinken, der nach nichts schmeckt finden. Genau dieser eignet sich sehr gut 🙂

Vorgehen step by step:

1. Eine oder zwei Scheiben Schinken aufs Fleisch legen und gut andrücken, damit er gut bis am Rand haftet.
2. Ein Stück Käse wie im Bild auf die eine Hälfte legen.
3. Zusammenklappen und am Rand schön zusammendrücken/kneten.
4. In Eigelb und in Paniermehl wenden.
5. Wenig Salz
6. Langsam in Butter braten. Zuerst eine Seite und nachher die andere Seite. Wenn der Käse austritt ist es normalerweise gut. Zum testen ob das Fleisch durch ist, eignet sich sehr gut die gebogene Stelle. Dort ist es nämlich zuletzt durch, weil es nie den Pfannenboden berührt.
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Übrigens. Cordon Bleu eignen sich sehr gut zum Tiefkühlen.

Update: Hier werden die Dinger mit Senf bestrichen. Könnte einen Versuch wert sein.

Typisches Erfrischungsgetränk in Rom: Grattachecca

Das typische Erfrischungsgetränk in Rom ist die Grattachecca. Nicht verwechseln mit der Granita.

Die Grattachecca wird zubereitet indem ein grosser Eisblock geschabt wird. Das abgekratze Eis wird in einen Becher gefüllt und mit verschiedenen Sirups aromatisiert. Die klassischen Geschmäcker sind Amarena (Sauerkirsche) und Tamarindo (Früchte vom Tamarindenbaum).

Hier finden sie ein Video das die Zubereitung zeigt.

Hier finden sie eine Liste mit den chioschi (kiosk), die das Getränk noch von Hand zubereiten.