Fressen und trinken

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Aperitivo Reggiano

April 5, 2008 · 1 Kommentar

Wo ich arbeite wird bei Geburtstag, Geburt und Weggang von der betroffenen Person jeweils ein Aperitiv veranstaltet. Mir ist aufgefallen, dass fast immer die gleichen Sachen serviert werden. Das sind eine Salami, Gnocco und Erbazzona.

Salami wissen hoffentlich alle was es ist. Ich finde es immer cool wenn die ganze Salami aufgeschnitten wird. Der Gedanke in der Schweiz eine ganze Salami zum Aperitiv mitzubringen ist komisch.

Gnocco ist ein Brot mit Speck. Es schmeckt weniger langweilig als nur Brot und wird mit der Salami verzerrt.

Erbazzona ist ein Teigsandwich mit Speck, Mangold und wenig Käse. Es schmeckt sehr gut und man findet es auch in jeder Bar.

Auf dem Spionbild vom letzten Geburtstag sieht man von oben nach unten die Salami, den Gnocco und die Erbazzona. Coca Cola trinkt man offensichtlich auch im Lambrusco Land.

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Essen ist in Italien Thema Nummer eins

Februar 19, 2008 · Keine Kommentare

In Italien ist essen sehr wichtig. Neben Fussball und Frauen ist es Gesprächsthema Nummer eins. Die zentrale Frage lautet immer, was hast du gegessen? Ich werde nie den Argentinier vergessen der mir gesagt hat, Italiener würden immer übers essen reden.

Was ich eigentlich erzählen will, ist dass eine Mahlzeit in Italien stark strukturiert ist. Fast wie ein Ritual durchläuft man die folgenden Etappen: Antipasto, Primo, Secondo, Insalata, Frutta, Caffe und Digestivo.

Antipasto ist die Vorspeise. Die kann sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel Backwaren, rohes Gemüse oder eine Suppe.

Die Unterscheidung zwischen Primo und Secondo für das eigentliche Hauptgericht ist extrem typisch. Primo sind immer Pasta. Ausnahmsweise kann die Pasta durch Risotto ersetzt werden. Secondo ist entweder Fleisch oder Fisch. Primo und Secondo ist nicht die Unterscheidung für ein Mehrgängis Festmenu. Vielmehr ist es üblich immer, also auch in der Mensa, ein kleiner Primo und ein Secondo zu essen. Natürlich kann man auch einmal nur das eine oder das andere nehmen. Die Ausnahme bildet die Pizza. Sie ist weder Primo noch Secondo.

Nach den Hauptgängen wird zuerst Salat gegessen und nachher Früchte. Salat dient nie als Vorspeise.

Zum Schluss, normalerweise lässt man zuerst etwas Zeit verstreichen, wird der Kaffe genommen. Freiwillig sind die Digestivi. Das sind zum Beispiel Limoncello, Grappa und je nach Region der typische Schnaps. In Reggio Emilia wäre dies der Nocino.

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